Der "Kandidat" auf dem Moritzplatz


Moritzplatz Augsburg 12.01.2010


Der Kandidat 12.01.2010


Der Kandidat 12.01.2010

Leserbrief vom 27.02.2010 in der Augsburger Allgemeinen

Angeregt vom AZ-Artikel über die im Zeughaus stattfindende Ausstellung von Lettls Spätwerk besuchte ich diese. Dort wurden alle meine Erwatungen übertroffen! Wunderschöne, hintersinnige und künstlerisch einzigartige Bilder konnte ich erleben.
Auf dem Weg zur Ausstellung fiel mir am Moritzplatz dann eine sehr ansprechende Metallplastik auf, welche der Sohn des Künstlers in Anlehnung eines Bildes gefertigt wurde.
Ich dachte, endlich hat die Stadt ein Gespür für die richtige Kunst am richtigen Platz.
Leider musste ich erfahren, dass dieses Kunstwerk befristet dort steht! Ich fordere hiermit alle in Augsburg auf, aktiv zu werden, damit diese sehenswerte Skulptur auf Dauer dort plaziert wird!
Jörg Widera-Fischer, Augsburg


Der Kandidat 17.03.2010


E-Mail vom 25.02.2010 an ob.gribl@augsburg.de

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
wie Sie sicherlich bereits aus der Presse entnommen haben, findet zur Zeit (noch bis Sonntag) eine große Ausstellung mit Bildern meines Vaters in der Toskanischen Säulenhalle statt. Der Große Zuspruch - am Ende werden es über 10000 Besucher sein, die die Ausstellung gesehen haben, ist überaus erfreulich.

Nun zu meinem Anliegen: Immer mehr Besucher sprechen mich darauf an, was mit der Skulptur, die ich als Eyecatcher auf dem Moritzplatz aufgestellt habe, nach Ausstellungsende geschehen wird. Sie fänden es schade wenn die Bronzeskulptur nicht mehr in der Öffentlichkeit zu sehen wäre. Wenn es auch in Ihrem und dem Interesse der Stadt wäre, würde ich die Skulptur als Leihgabe für einen öffentlichen Platz zur Verfügung stellen.

Ich würde mich freuen, wenn ich Sie in den noch verbleibenden Tagen bis Sonntag einmal durch die Ausstellung führen dürfte. Wir könnten dabei auch die Idee mit der Skulptur kurz besprechen. Falls es Ihr Terminplan nicht zulässt, würde ich mich freuen, wenn Sie in Sachen Skulptur mit mir in den nächsten Tagen Kontakt aufnehmen würden.

Mit freundlichen Grüßen
Florian Lettl


Der Kandidat 17.03.2010

Lieber Herr Lettl!
Toll! Kunst im öffentlichen Raum ist meistens äußerst problematisch. Dies ist mal eine Skulptur, die etwas ausdrückt. Da scheinen sich wohl einige der Zuständigen irgendwie getroffen, will mir scheinen ... Schade, dass sich die Stadt nicht zu einem Verbleib der Skulptur entschließen konnte - zumal es die Stadt nichts kosten würde.

Herzliche Grüße aus Stade
Gertje Sckopp-Witte


Der Kandidat 17.03.2010


Antwort des Oberbürgermeisters erhalten am 23.03.2010

Sehr geehrter Herr Lettl,

vielen Dank für Ihr freundliches Schreiben vom 25. Februar 2010.
Auch Herr Dr. Münker hat mich in Angelegenheit der Skulptur „Der Kandidat" bereits angesprochen.

Gerne war die Stadt bereit, die Aufstellung des Bildwerkes bis 10. April dieses Jahres auf dem Moritzplatz zu verlängern.

Ich unterstütze auch Ihre Bemühungen, einen dauerhaften und angemessenen Aufstellungsort für den „Kandidaten" zu finden. Der städtische öffentliche Raum scheint hier für Außenstehende ein nahezu unerschöpfliches Reservoir zu sein.

Bei genauerem Hinsehen ergeben sich allein schon aus der Ortsfrage Schwierigkeiten. Denn zum einen sind gerade die vermeintlich freien Plätze der Innenstadt vielfältigen Nutzungen vorbehalten, sei es für Ausstellungen, Darbietungen, Märkte oder Versammlungen, um einige Nutzungsarten aufzuzählen. Ferner ist auf Grund umfangreicher Planungen in der Innenstadt auch in Bälde mit verschiedensten umfangreichen Bauarbeiten zu rechnen.

Ungeachtet der Ortsfrage hat die Stadt aber auch ihre ganz eigenen Erfahrungen mit moderner Kunst im öffentlichen Raum, sei es „Ostern", sei es die „Aphrodite". Letztere verhalf der Stadt zu nicht gerade schmeichelhafter bundesweiter Aufmerksamkeit.

Gerade auch der „praktische" Umgang mit moderner Kunst - vgl. etwa „Mozart" in Salzburg - verlangt nach einem sicheren Ort.

Die Standortwahl sollte also nicht hinten angestellt werden, nachdem die IHK bereits über das bedeutende Lettl-Zentrum verfügt und, soweit ich es verstehe, durchaus auch in diesem Falle offen ist. Gerne wäre ich bereit, mich für die Aufstellung der Figurengruppe beim Lettl-Zentrum der IHK zu verwenden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Kurt Griebl
Oberbürgermeister

Der Kandidat 24.03.2010


Der „Kandidat“ ist weg!

Am 24. März war ich unterwegs in Richtung Moritzplatz und freute mich wieder mal auf meine Lieblingsskulptur in Augsburg, auf den „Kandidaten“ von Florian Lettl. Die Skulptur war weg und meine Enttäuschung groß, und so bin ich der Sache nachgegangen.

Tatsächlich musste ich feststellen, dass die Stadt Augsburg keinen öffentlichen Platz für dieses Kunstwerk gefunden hatte, das der Künstler sogar als Leihgabe zur Verfügung gestellt hätte, also keine Kosten für die Stadt.

Die Skulptur der „Kandidat“ ist doch ein optimales Kunstwerk für die Öffentlichkeit: sie hat nichts Abstoßendes, sie lässt niemanden kalt, sie spricht Leute von allen Altersgruppen an - unterschiedlich. Ich habe beobachten können, wie eine Oma mit ihren Enkelkindern lange Zeit am „Kandidaten“ verbracht hat. Ein gutes Ausflugsziel für eine Schulklasse, die nachher schreiben soll, welche Gedanken diese Figurengruppe in ihnen geweckt hat.

In seinem Antwortschreiben an Herrn Lettl schreibt der Oberbürgermeister, dass die Stadt ihre ganz eigenen Erfahrungen mit moderner Kunst im öffentlichen Raum habe. Zitat: „sei es „Ostern„, sei es die „Aphrodite“. Letztere verhalf der Stadt zu nicht gerade schmeichelhaften bundesweiter Aufmerksamkeit.“ Die „Aphrodite“ und der „Kandidat“ sind wohl beide unter moderne Kunst einzuordnen. Ob man sie aber miteinander vergleichen darf? Hat die Stadt etwa Angst davor, dass die Aufstellung des „Kandidaten“ auf einem öffentlichen Platz „der Stadt zu nicht gerade schmeichelhafter bundesweiter Aufmerksamkeit „ verhelfen würde? Das ist für mich nicht nachvollziehbar!

Dass die Stadt Augsburg nicht die einmalige Chance wahrnimmt, sich als Kulturstadt durch die Skulptur der „Kandidat“ zu bereichern, ist nicht nur schade sondern eine Schande!

Kirsti Kalima-Klein




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